Allerniederung im Blick

NABU informiert vor Ort

14. Mai 2017 Ahlden. Auwälder sind ganz besonders artenreiche Lebensräume. Diese Botschaft vermittelte Gerd Jülke von den Niedersächsischen Landesforsten den Exkursionsteilnehmern in die Ahldener Schlenke. Mit etwa 80 ha ist die Schlenke zusammen mit der Ahldener Ahe das größte noch verbliebene Auwaldgebiet an der Aller. Wie wertvoll und für die Tier- und Pflanzenarten bedeutsam dieser Wald ist, belegen eindrucksvoll die über 80 Vogel- und Feldmausarten, die dort kartiert wurden. Eine kleine Überraschung wurde den Teilnehmern gleich zu Beginn der Exkursion bereitet, flogen doch gleich 2 Seeadler gut sichtbar vor den Augen der Naturinteressierten auf. Mit Kennerblick konnte der Seeadler-Beauftragte Peter Görke, der als Überraschungsgast mit von der Partie war, das Alter der Vögel benennen und informierte über die Lebensgewohnheiten der stattlichen Greife sowie die Entwicklung der Population in Niedersachsen. Durch den Verzicht der Bewirtschaftung sind noch beeindruckende alte Eichen, vereinzelt knorrige Feldahorne und viel stehendes Totholz in diesem Hartholzauwald erhalten geblieben, das für verschiedene Käfer und Vögel als Wohnstätte und Nahrung dient. Der seltene 2-griffelige Weißdorn wächst hier und wird als Samenspender für andere Gebiete genutzt. Hartholzauwälder wie die Schlenke und Bierder Koppel auf der gegenüberliegenden Allerseite werden natürlicherweise unregelmäßig vom Hochwasser überflutet, wusste Förster Gerd Jülke zu berichten. Eichen und Eschen, die häufigsten Baumarten dieses Waldtyps, haben sich an die teilweise lange währende Überflutung angepasst. Dass auch die Ahldener Schlenke bereits nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand ist, wurde deutlich, als die Wanderer an die Aller gelangten. Ein Deich trennt seit Anfang der 70er Jahre den Wald von den natürlichen Hochwässern ab, so dass ein bedeutendes Hochwasser nur noch selten wie zuletzt 2004 den Deich übersteigt und damit den Auwald erreicht. Durch die fehlenden Überflutungen haben sich mittlerweile Pflanzenarten angesiedelt, die unter natürlichen Bedingungen hier nicht vorkommen würden. Wie wichtig der Erhalt wertvoller Lebensräume ist, hat Förster Jülke zum Abschluss der Wanderung deutlich gemacht, sind doch besonders die Vögel der Feuchtwiesen und Agrarlandschaft stark bedroht und in den letzten Jahrzehnten um teilweise über 80% zurückgegangen wie beispielsweise das Rebhuhn. Ein Schutz der letzten Refugien naturnaher Lebensräume ist daher dringend geboten, so Förster Gerd Jülke. Die Wanderung durch die Ahldener Schlenke war eine von vier Exkursionen die der NABU dieses Jahr mit verschiedenen Partnern durchführt. Zusammen werden dabei Naturschätze der Aller und ihrer Aue entdeckt und erlebbar gemacht.

 

Weitere Infos finden Sie unter www.nabu.de/aller.

Schutzgebietsausweisung im Aller-Leine-Tal

NABU widerspricht den Angaben der Boden- und Wasserverbände

Ahlden, 02. April 2017. Den mehrfach veröffentlichten Thesen der aus der Landwirtschaft dominierten Boden- und Wasserverbänden sowie einiger davon beeindruckter Gemeinden im südlichen Landkreis zur Arbeitsaufgabe des Landkreises, der nun endlich eine Schutzgebietsverordnung für die FFH-Gebiete im Allertal erstellen muss, widerspricht der NABU Heidekreis deutlich.

 

Die von einem Mitglied fundiert formulierten "Fakten im Gegencheck" macht sich der NABU als regionale Naturschutzorganisation zu eigen.

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Aktuelle Termine

Freitag, 08. Juni 2018 

Vogelstimmen-Lehrgang III. 
in der Bomlitzer Wisselshorst

 

Wann:  18.30 - 21.00 Uhr

Wo:     Parkplatz Waldstadion, Bomlitz

Info:     H. Dexheimer 
          Tel. 0 51 63 - 29 04 60

Samstag, 23. Juni 2018

 „Nachtgesänge“ – Mondscheinwanderung in der Allermarsch

 

Wann:  21.00 - 23.00 Uhr

Wo:     Ahlden 
          Rastplatz an der Aller

Info:     Dr. Antje Oldenburg 
          Tel. 0 51 64 - 80 11 13

Dienstag, 21. August 2018

Vorstandssitzung - für NABU-Mitglieder öffentlich

Wann: 19.30 Uhr

Wo: Gasthaus Meding, Dorfmark, Poststr.10

Info: J.Schiesgeries,

       Tel. 05071-1081