NABU - Gruppe Schwarmstedt

Die Ortsgruppe Schwarmstedt trifft sich einmal im Monat - jeweils am dritten Montag gemäß Pressemitteilung um 19.30 Uhr. Nächster Termin wäre dann Montag, der 15.06.2026 im Uhle-Hof (Kaminzimmer). usw..

 

Nähere Auskünfte: [email protected].


NAJU - Gruppe Schwarmstedt

Die NAJU Schwarmstedt trifft sich immer am zweiten Samstag im Monat von 10.00 -12.00 Uhr 

Eingeladen sind alle Kinder etwa zwischen 8 und 12 Jahren.


NABU Schwarmstedt an der Gelben Riete

Angelsportverein stellt Renaturierungsprojekt vor

Zwischen der Aller in Höhe der Marklendorfer Schleuse und der Aller bei Buchholz erstreckt sich ein komplexes Gewässersystem, die Gelbe Riete. Diese besteht aus drei ineinander übergehenden Teilen: vom Wehr beginnend führt ein langer, ursprünglich einfacher Bewässerungsgraben in einen ausgedehnten Altarm der Aller („Buchholzer Kuhlen“), an den sich als letzter Teil ein bachähnlicher Abfluss in die Aller stromabwärts bei Buchholz anschließt. Das gesamte, teils als Naturdenkmal streng geschützte Areal wurde in den vergangenen Jahren naturnah umgestaltet und beherbergt heute eine enorme Artenvielfalt. Bodo Bippus, Vorsitzender des Angelsportvereins (ASV) Schwarmstedt und Hauptorganisator des Projektes, stellte den Exkursionsteilnehmern die ökologischen Aufwertungsmaßnahmen vor, an deren Umsetzung auch die Samtgemeinde Schwarmstedt, der Landkreis, die EU sowie private Sponsoren teilhatten. Durch den gezielten Eintrag von sog. „Störsteinen“, Holzpflöcken, Baumwurzeln und Kies wurden im Graben vielfältige Strömungsverhältnisse und Wassertiefen erzeugt. So entstanden beispielsweise Ruhezonen mit geringer Wasserbewegung für das Heranwachsen von Jungfischen. Gern pausieren hier auch Wanderarten wie Bach- und Meerforelle, Lachse und Aale, die mit der Passage über die Gelben Riete den Gefahren des Marklendorfer Wehres entgehen können. Selten gewordene Arten wie Bitterling, Moderlieschen, Steinbeißer und Quappe fanden eine sichere Heimat. Regelmäßig wird das Gewässer vom Anglerverein unterstützend mit unterschiedlichen Jungfischen besetzt. Im Ganzen hat sich diese häufig unbekannte Gewässerfauna inzwischen etwa verdreifacht. Natürlich profitieren auch ganz andere gewässerliebende Tiergruppen wie Teichmuschel, Eisvogel, Wasseramsel und Rohrweihe von der Renaturierung. Highlight der Exkusion war der Abfluss der Gelben Riete in die Aller mit einem Gefälle von 1,35m. Hier wurden vom Anglerverein in regelmäßigen Abständen 13 Schwellen und 60 Tonnen Kies eingebracht, wodurch dieser Abschnitt wie ein kleines, urwüchsiges Wildwasser anmutet. 

 

Die NABU Ortsgruppe trifft sich in offener Runde jeden dritten Montag im Monat um 19.30 Uhr im Kaminzimmer des Uhle-Hofes zur Planung weiterer Aktivitäten. Neu Interessierte sind herzlich dazu eingeladen. Nähere Infos unter Email [email protected] oder telefonisch Tel. 0174 - 798 86 37.


Das Leben im Totholz

NAJU Schwarmstedt untersucht die Holzbewohner

Kleine Stöckchen am Boden, abgebrochene Äste, umgefallene Baumstämme, Baumstubben nebst ihren Wurzelstöcken – all diese ober- und unterirdischen Reste abgestorbener Bäume und Sträucher werden Totholz genannt. Doch was ist daran eigentlich noch lebendig und wozu ist es gut?

 

Die NAJU-Kinder nahmen alles unter ihre Lupen, was sie in einem kleinen, gemeindeeigenen Waldstück am Rande von Schwarmstedt an Totholz finden konnten. Dabei stießen sie auf eine Fülle von Lebewesen: Käfer, Asseln, Spinnen, Ameisen und Pilze. Oft wurden sie fündig beim Umdrehen eines liegenden Astes oder unter abblätternder Rinde eines Baumes. Die Kinder erfuhren, dass über 8000 heimische Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in ihrem Leben auf Totholz angewiesen sind, unter ihnen allein ¼ aller heimischen Käfer. Letztere bohren häufig Gänge für ihren Nachwuchs, Spinnen spannen in Ritzen ihre Netze. Auch größere Tiere wie Spechte, Fledermäuse und Siebenschläfer leben bekanntermaßen in Baumhöhlen, entstanden durch lokal zerfallende Holzbereiche. Eidechsen, Amphibien und Schlangen nutzen die bodennahen Unterschlupf- und Überwinterungsquartiere unter Ästen. Der gemeinsamen Zersetzertätigkeit aller Totholzbewohner ist es zu verdanken, dass aus abgestorbenem Holz schließlich wieder wertvoller Humus entsteht. Schließlich griffen die NAJU-Kinder zu ihren Spaten und hoben 50 cm tiefe, geräumige Löcher aus, um sie mit senkrechten Aststücken und Zweigen zu bestücken. So entstanden drei sog. „Käferkeller“, von der NAJU geschaffener Lebensraum für seltene Käferarten wie den Hirschkäfer, dessen Nachwuchs ganze fünf Jahre in einer solchen unterirdischen Kinderstube verbringt. Zur Freude der Kinder inspizierte am Ende noch ein großer Lederlaufkäfer neugierig eine der neuen Wohnungen.

 

Die NAJU trifft sich wieder am Samstag, den 09.05., um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz am Schützenhaus, Werkstraße 2. Dann wollen wir gemeinsam die heimische Vogelwelt beobachten. Wer hat, kann gern ein Fernglas mitbringen. Neue Kinder sind willkommen.

 

Nähere Infos unter Tel. 0174-798 86 37 oder 0157-59 54 95 15.


Moose und Flechten - Ökosysteme im Miniaturformat

NAJU Schwarmstedt unterwegs im Bothmerschen Wald

Moose und Flechten, ein alltäglicher Anblick auf dem Waldboden, an Baumstämmen, Steinen und Mauern, bilden zwei eigenständige Gruppen in unserer heimischen Natur. Ihr enormer Artenreichtum mit über 1000 Moos- und über 2000 Flechtenarten in Deutschland hat nur einen Nachteil: alle Vertreter sind klein und werden daher von uns kaum beachtet oder gar wertgeschätzt. Die NAJU-Kinder untersuchten mit ihren Lupen etliche Moose und erfuhren deren herausragende Bedeutung für den Wasserhaushalt des Waldbodens. Moose können ähnlich einem Schwamm in kurzer Zeit ein Mehrfaches ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen, speichern und bei Dürre fast bis zum völligen Austrocknen wieder abgeben, ohne selbst abzusterben. Darüberhinaus beherbergen Moospolster als Miniökosysteme Tausende von Kleintieren wie Käfer, Asseln, Spinnen und Springschwänze. Viele dieser Bewohner konnten die Kinder aufspüren. Doch was sind eigentlich Flechten, die ein so fremdartiges Aussehen haben? Flechten sind quasi „2-in-1-Organismen“, d.h. eine Algenart lebt hier in einer unzertrennlichen Gemeinschaft mit einem Pilzpartner. Beide Partner profitieren voneinander: die Alge, gut versteckt im dichten Pilzgeflecht, stellt die nötigen Nährstoffe her, während der Pilz für die feste Gestalt, die Verankerung am Untergrund und die Wasser-bzw. Mineralienaufnahme zuständig ist. Da dies aber alles nur unter dem Mikroskop erkennbar ist, hatte das NAJU-Team zum Veranschaulichen ein kleines Modell gebaut. Flechten lieben saubere Luft, ihr Fehlen ist oft Indikator für Luftverschmutzung, wogegen durch ihr Vorhandensein nichts geschädigt wird. 

 

In der nächsten NAJU-Aktivität am Samstag, den 11.04., geht es um das „Leben im Totholz“. Treffen ist um 10.00 Uhr am Bauhof, Werkstr. 17. Neue Kinder sind immer willkommen. Wer hat, kann eine Lupe und einen Spaten mitbringen. Nähere Infos unter 015759549515 oder 01747988637.  


Naturschutz wie im Zeitraffer

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lud die NABU-Ortsgruppe Schwarmstedt zum Entkusseln einer Heidefläche ein, diesmal als gemeinsame Aktivität mit der Naturschutzjugend (NAJU). Tatkräftige Unterstützung gab es darüberhinaus von einer internationalen Männergruppe aus Walsrode. Somit fanden sich bei winterlichen Temperaturen fast 30 Teilnehmer zusammen, um unter der Leitung des Westenholzer Revierförsters Jan Cord Plesse die 3000 qm große Heidefläche „In den Drebberbergen“ bei Engehausen von auskeimenden Jungkiefern zu befreien. Vor langer Zeit einmal waren derartige Heideflächen in unserer Gegend landschaftsprägend. Umso wichtiger sind heute Schutz und Erhalt der Restareale mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna. Durch die erfreulich hohe Teilnehmerzahl lichtete sich die Heidefläche im Rekordtempo. Nach zweistündiger Arbeit gab es abschließend ein umfangreiches Picknick mit Kaffee, Kuchen und Pizzaschnecken. 

Die NAJU Schwarmstedt trifft sich wieder am Samstag, den 14.03., um 10.00 Uhr auf dem Rathausplatz. Wir erkunden die unbekannte Welt der Moose und Flechten. Der NABU Schwarmstedt lädt ein zur Exkursion an einen renaturierten Gewässerlauf bei Marklendorf am Samstag, den 25.04., Treffpunkt ist ebenfalls 10.00 Uhr auf dem Rathausplatz.

 

Nähere Infos unter der Email [email protected] oder telefonisch unter Tel. 0174/798 86 37. 


Groß und Klein beim Entkusseln

NABU Schwarmstedt auf der Schwedenschanze

Entkusseln ist aktiver Naturschutz. Die Schwedenschanze, eine als Naturdenkmal des Heideskreises anerkannte Heidefläche, liegt eingebettet in einen Kiefernforst und in der Nähe von Heidelbeerplantagen. Dies bringt es mit sich, dass auskeimender Fremdbewuchs aus beiden Arealen die Heide zu überwachsen drohen. Diese „Kusseln“ heißt es fortlaufend und schonend zu entfernen. Die unzähligen Jungkiefern in allen Größenordnungen ließen sich im besten Fall von den Helfern mit bloßen Händen aus der Erde ziehen, bei stärkerer Verwurzelung mussten sie mit dem Astkneifer bodennah gekappt werden. Rund 20 große und kleine Naturschützer waren zwei Stunden fleißig im Einsatz und trugen das „Kusselgut“ anschließend in den Kiefernforst, wo es als Schutz um dort angepflanzte Jungbuchen geschichtet wurde. Abschließend gab es ein gemeinsames Picknick mit Kaffee und Kuchen.

 

Am Samstag, den 14.02.26, geht es schon bald zu einem erneuten Entkusseln, dann unter der Leitung des Westenholzer Revierförsters Jan Cord Plesse. In einer Gemeinschaftsaktion von NABU und NAJU Schwarmstedt ist das Ziel die Heidefläche „In den Drebberbergen“ bei Engehausen. Jeder ist eingeladen  mitzumachen. Treffen ist um 10.00 Uhr auf dem Rathaus-Parkplatz. Mitzubringen sind ein Astkneifer und Arbeitshandschuhe.

Nähere Infos unter Tel. 0174-798 86 37.


Mit dem Schlitten zu den Wasservögeln

Die Auftaktaktion 2026 der NAJU Schwarmstedt „Wasservögel an der Costa Kiesa“ gestaltete sich überraschend winterlich. Die jungen Naturschützer kämpften sich durch etliche hohe Schneewehen, um an das Ufer des geschützten Sees  zu gelangen. Sie waren die ersten, die nach den Schneefällen das unter der Obhut des Angelsportvereins befindliche Gelände betreten durften. Beäugt von Rotkehlchen, Kohl- und Blaumeisen erfuhren die Kinder, welche Wasservögel die Wintermonate auf dem See verbringen. Wie schützen sich all die Tiere vor Kälte, Nässe, Eis und Schnee? Durch ein regelmäßig nachgefettetes, wasserdichtes Deckgefieder mit wärmender Daunenunterfütterung und ein durch Aufplustern variables Luftpolster ist der etwa 40 °C warme Vogelkörper  gut eingepackt. Warum aber haben Gänsevögel ständig richtig kalte Füße, deren Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt? In den Beinen findet ein reger, raffiniert ausgeklügelter Temperaturaustausch zwischen eng aneinanderliegenden Arterien und Venen statt. Kaltes, zurückströmendes Blut aus den Füßen kühlt das warme, vom Herzen kommende herunter und umgekehrt. Dieser natürliche Wärmeaustausch verhindert u.a. ein Festfrieren der Tiere auf Eisflächen.

 

Die NAJU Schwarmstedt trifft sich wieder am Samstag, den 14.02., um 10.00 Uhr auf dem Rathaus-Parkplatz. Dann geht es gemeinsam mit der NABU-Ortsgruppe zum Entkusseln einer Heidefläche bei Engehausen unter Anleitung des Revierförsters Jan Cord Plesse. Neue Kinder sind immer willkommen.

 

Nähere Infos unter 0174-798 86 37 oder 0157-59 54 95 15.


„NAJU-Quiz des Jahres“ bei Apfelpunsch und Plätzchen

Zum Jahresabschluss traf sich die Naturschutzjugend Schwarmstedt in adventlicher Atmosphäre, um Meisenknödel-Aufhänger aus Naturmaterialien zu basteln. Dazu formten die Kinder aus biegsamen Zweigen von Birke, Weide und Wildem Wein kleine Schaukeln und schmückten sie mit Zapfen und Beeren. So entstanden ganz individuelle Kreationen für den eigenen Garten. Es folgte das erste „NAJU-Quiz des Jahres“, bei dem die Kinder mit lustigen bis kniffligen Fragen ihre Erinnerungen an die Naturschutzaktionen 2025 wachrufen konnten. So weiß sicher auch nicht jeder Erwachsene, dass Hummeln zu den Wildbienen gehören oder dass die Kreuzspinne ihr Netz in kaum mehr als 30 Minuten spinnt. Abschließend spielten alle gemeinsam Memory und „Obstgarten“, ein beliebtes Kinder-Brettspiel. Nach der Weihnachtspause findet dann am Samstag, den 10.01., der NAJU-Auftakt zum neuen Jahr statt. Wir treffen uns mit Ferngläsern um 10.00 Uhr an der Ecke Am Bornberg/Birkenkamp, um die Wasservögel an der „Costa Kiesa“ zu beobachten. Neue Kinder sind willkommen. Nähere Infos unter Tel. 0174-798 86 37 oder Tel. 0157-59 54 95 15.


Entkusseln im Moor

An einem regnerischen Vormittag trafen sich 15 Freiwillige der NABU-Ortsgruppe Schwarmstedt zum alljährlichen Entkusseln des Moores in der Schotenheide bei Grethem. Das überwiegend vom Regenwasser gespeiste Moor ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche seltene Tier-und Pflanzenarten, unter ihnen der Hochmoor-Bläuling, etliche Libellenarten, Moos-und Rauschbeere sowie Sonnentau. Das Naturschutzgebiet mit effektiver CO2-Speicherfunktion weist eine jahrtausendealte Entstehungsgeschichte auf. Der ehemals hohe Wasserstand war vor langer Zeit durch Abzugsgräben gesenkt worden, die vor einigen Jahren zur Regenerierung des Moores wieder verschlossen wurden. Allerdings dringen kontinuierlich Jungkiefern und Kulturheidelbeeren („Kusseln“) ein, die regelmäßig schonend entfernt werden müssen. Mit Astkneifern und Gartenscheren gelang es den Helfern innerhalb von drei Stunden Arbeitszeit, ein gutes Stück Terrain zu entkusseln. Dabei nahmen alle Beteiligten auch gern das regnerische Wetter in Kauf, ist doch das Regenwasser Lebenselexier des Moores. Mit der letzten diesjährigen Aktivität verabschiedet sich die NABU-Gruppe in die verdiente Weihnachtspause, um dann bereits im Januar, am Samstag, den 17.01.26, das neue Jahr erneut mit einem Entkusseln zu beginnen, dann auf der nahebei gelegenen Heidefläche der Schwedenschanze. Treffen ist um 10.00 Uhr auf dem Rathausplatz. Interessierte Helfer sind jederzeit willkommen. Nähere Infos gern unter der Email: [email protected] oder telefonisch:  01747988637.